GENERATIVE PHOTOGRAPHY (Adam Brown, Tabea Iseli und Alan Warburton)

Das Fotomuseum Winterthur und die Julius Bär Stiftung vergaben den P3 Preis 2018 an das Team „Generative Fotografie“, bestehend aus Adam Brown (GB), Tabea Iseli (CH) und Alan Warburton (GB). Die Gruppe setzte sich mit dem Zustand auseinander, dass Fotografien immer weniger von der materiellen Welt abhängen, und ging der Fragestellung nach, was passiert, wenn die Fotografie vollständig simuliert, virtualisiert oder durch Algorithmen hergestellt wird und somit ohne Licht, Linse und physische Objekte auskommt. In ihrem Prototypen entwickelten Adam Brown, Tabea Iseli und Alan Warburton eine interaktive Spielumgebung, die sich auf eine konzeptuelle und spekulative Auseinandersetzung mit Wildlife-Fotografie konzentriert.

Die Jury würdigte die Auseinandersetzung des Prototypen mit der Geschichte der Fotografie und ihrer Verwandtschaft mit anderen Medien, aber auch die Reflexion über das Phänomen der Fotografie heute, einschliesslich eines originellen Kommentars über die Rolle der Fotograf_innen und den Akt der Aufnahme. Das Projekt enthält kritische Elemente, die sich mit den Implikationen des zugewiesenen Themas auseinandersetzen – kombiniert mit einem spielerischen Ansatz, der sowohl subtil als auch subversiv ist und das Publikum auffordert, über seine Position als fotografische Zuschauer_innen und Agent_innen nachzudenken. Schliesslich zeugte ihre Präsentation vom Geist genuiner Zusammenarbeit und eines kollaborativen Lernprozesses.

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